Eine dauerhafte und dichte Rohrverbindung ist das Fundament jeder gelungenen Sanitär- und Heizungsinstallation. Früher wurde gelötet oder geschweißt, doch heute dominiert die Presstechnik. Um hier professionelle Ergebnisse zu erzielen, ist ein tiefes Verständnis für das Thema Presszange: Typen und Verwendung unerlässlich. In diesem Artikel beleuchten wir die verschiedenen Werkzeuge, ihre Einsatzgebiete und worauf Sie bei der Auswahl achten müssen.
Was ist eine Presszange und wie funktioniert sie?
Eine Presszange ist ein spezialisiertes Werkzeug, das verwendet wird, um zwei Werkstücke durch plastische Verformung dauerhaft miteinander zu verbinden. In der Sanitärtechnik werden damit Fittings auf Rohre gepresst. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Verbindung ist schneller hergestellt als beim Löten und es besteht keine Brandgefahr. Doch nicht jede Zange passt auf jedes Rohr. Das Thema Presszange: Typen und Verwendung ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint.
Die Hauptkategorien der Presswerkzeuge
Grundsätzlich unterscheidet man im Handwerk zwischen manuellen Handpresszangen und maschinellen Pressmaschinen (Akku oder Netzbetrieb).
- Handpresszangen: Diese werden mit Muskelkraft betrieben. Sie eignen sich hervorragend für kleinere Durchmesser (meist bis 26 mm oder 32 mm) und Verbundrohre. Durch Hebelwirkung wird die nötige Kraft übertragen.
- Elektrische Pressmaschinen: Für größere Projekte und dicke Rohre (Kupfer, Edelstahl) sind diese Geräte Standard. Sie arbeiten mit austauschbaren Pressbacken, die auf das jeweilige Fitting-System abgestimmt sind.
Presszange: Typen und Verwendung im Detail
Wenn wir über Presszange: Typen und Verwendung sprechen, müssen wir zwischen den verschiedenen Pressverfahren unterscheiden. Die Wahl des falschen Typs kann zu undichten Stellen und enormen Wasserschäden führen.
Radialpressen vs. Axialpressen
- Radialpressen: Dies ist das gängigste Verfahren. Die Zange umschließt das Fitting und drückt von außen radial (rundherum) auf das Rohr und die Hülse. Hierbei kommen verschiedene Presskonturen zum Einsatz.
- Axialpressen: Hierbei wird eine Schiebehülse axial (längs des Rohres) über die Verbindung geschoben. Dieses System (bekannt durch Hersteller wie Rehau) erfordert spezielle Aufweitwerkzeuge und eine andere Art von Zange.
Die Bedeutung der Presskonturen
Ein entscheidender Aspekt beim Thema Presszange: Typen und Verwendung sind die Pressbacken-Konturen. Jedes Fitting-System benötigt eine spezifische Form. Die häufigsten sind:
- TH-Kontur: Sehr verbreitet bei Mehrschichtverbundrohren.
- V-Kontur: Standard für Kupfer- und Edelstahlrohre (z.B. Viega).
- M-Kontur: Ebenfalls für Metallrohre (z.B. Mapress).
- U-Kontur: Älterer Standard, aber noch bei Verbundrohren zu finden.
Wichtig: Verwenden Sie niemals eine V-Backe für ein TH-Fitting! Die Dichtheit wäre nicht gewährleistet.
Schritt-für-Schritt: Die korrekte Verwendung
Die beste Zange nützt nichts, wenn die Vorarbeit fehlerhaft ist. So gehen Sie richtig vor:
- Ablängen: Schneiden Sie das Rohr rechtwinklig mit einer Rohrschere oder einem Rohrschneider ab.
- Kalibrieren und Entgraten: Ein absolutes Muss! Das Rohr muss wieder kreisrund gemacht und innen entgratet werden, damit die O-Ringe im Fitting nicht beschädigt werden.
- Einstecken: Schieben Sie das Rohr bis zum Anschlag in das Fitting. Kontrollfenster im Fitting zeigen den korrekten Sitz an.
- Pressen: Setzen Sie die Presszange so an, dass die Kontur exakt auf dem Pressring des Fittings liegt. Führen Sie den Pressvorgang vollständig durch.
Manuell oder Akku: Was lohnt sich?
Für Heimwerker, die gelegentlich ein Heizungsrohr reparieren, ist eine gute Handpresszange mit Wechselbacken (für TH, V, etc.) oft ausreichend und kosteneffizient. Profis greifen zur Akku-Presse, da diese bei Presszange: Typen und Verwendung im Dauereinsatz die Gelenke schont und konstanten Pressdruck garantiert.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Sicherheit Ihrer Installation hängt direkt vom Verständnis der Werkzeuge ab. Achten Sie auf Systemkonformität und regelmäßige Wartung Ihrer Presswerkzeuge.